Die Adventszeit naht

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt

Advent und Kerzen


Auch wenn der Herbst 2014 im Moment noch mit rechten warmen Temperaturen aufwartet, so werden die Nächte doch schon empfindlich kühl. Auch der weihnachtliche Schmuck in allen deutschen Städten, den Kaufhäusern und Wohnungen lässt langsam den Verdacht aufkommen: Die Adventszeit naht. Wie in jedem Jahr schwankt man zwischen aufkommender Weihnachtsstimmung, dem Jahresendstress auf Arbeit, der Vorfreude auf die besinnlichen Tage und dem schlechten Gewissen, weil man sich noch nicht um alle Weihnachtsgeschenke gekümmert hat.

Woher kommt eigentlich die Tradition der Adventszeit?

Advent stammt aus dem Lateinischen. Das Wort bezeichnet die Ankunft. Natürlich geht es um die Ankunft des erwarteten Erlösers. Der christliche Glaube rankt sich um die Geburt Jesus Christus und genau deshalb ist das Weihnachtsfest auch eine der wichtigsten Feierlichkeiten des Christentums.

Wir begehen heute 4 Adventssonntage. Diese 4 Wochen des Advents sind Vorbereitung und Einstimmung auf die bald kommenden Weihnachtsfeiertage. In den Jahrhunderten des christlichen Glaubens variierte die Dauer der Adventszeit. Sie reichte von 3 Wochen bis hin zu 6 Wochen. Die Adventszeit war als Zeit der Buße und des Fastens gedacht. Diese Bedeutung hat sie in den meisten Industriestaaten heute verloren. Die Wirtschaft hat die Advents- und Weihnachtszeit schon lange als die wichtigste Saison und Haupteinnahmequelle entdeckt.

Aber die Begleitung durch Ökonomie und Konsum  gehört heute zu fast allen Festen und Bräuchen dazu. Man muss sich nicht unbedingt anstecken lassen, aber entziehen kann man sich da auch nicht wirklich.

Der Adventskranz begleitet uns

Die 4 Adventssonntage werden durch 4 Kerzen symbolisiert, die in den unterschiedlichsten Formen in Wohnungen und Häusern zu finden sind. In Deutschland hat der aus Tannenzweigen geflochtene Adventskranz mit den vier Kerzen eine lange Tradition. Die Kerzen sind meist rot, was auf Liebe deutet,  und diese Farbe zieht sich ohnehin durch die Weihnachtszeit wie das besagte Rote Band. An jedem Wochenende wird eine weitere Kerze entzündet.

Die grünen Zweige des Adventskranzes stehen für Hoffnung und die traditionelle violette Farbe der Bänder für die Buße. Auch wenn der moderne Adventskranz sich nur noch selten an diese Farben hält stehen diese ursprünglich für das Leben, das Licht und die Hoffnung.

Der Adventskranz stammt aus dem Norden Deutschlands und verbreitete sich in dem letzten Jahrhundert von dort aus in Richtung Süden. Ein Hamburger Theologe, Johann Wichern, hatte erstmals die Idee zum Anordnen von 24 Kerzen auf einem Holzreif. Dies geschah in einem von ihm betreuten Waisenhaus und er entzündete jeden Tag eine Kerze. So verkürzte er den Kindern das Warten auf Heiligabend.


Foto: © Jeanette Dietl – Fotolia.com

 

 

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