High Dynamic Range – HDR Fotografie

Sie haben bestimmt schon Fotos gesehen, bei denen sie kaum glauben konnten, dass diese Bilder mit einer normalen Kamera aufgenommen wurden. Oft sind solche kontrastreichen Fotos auch wirklich nicht das Resultat einer einzelnen Aufnahme, sondern vielmehr das Ergebnis einer nachbearbeiteten Serie von unterschiedlich belichteten Aufnahmen.

Heute sind Begriffe wie HDRI oder HDR Fotografie weithein bekannt, auch wenn vor Jahren nur wenige Profifotografen und Bildbearbeiter mit High Dynamic Range – Bildbearbeitung ( HDR ) etwas anfangen konnten. High Dynamic Range bedeutet „hoher Dynamikbereich“ und steht für eine Erhöhung des Kontrastumfangs bzw. Dynamikumfangs von Fotos in einer art und Weise, die heute gebräuchliche Kameras und Sensoren selbst nicht liefern könnten. Selbst modernste Aufnahmetechnik gelangt bei extremen Kontrasten zwischen den hellen und dunklen Bereichen einer Fotoszene schnell an ihre Grenzen.

Man kann eine ziemliche einfache Kalkulation von verfügbarem und verwertbarem Dynamikumfang machen. Ein moderner Aufnahmesensor kann einen Kontrastumfang von ca. 1000:1 aufnehmen , kontrastoptimierte Sensoren vielleicht sogar 2000:1 oder etwas mehr. Ein solcher Dynamikumfang würde ca. 10 – 11 bit entsprechen.

Aber selbst ein gesundes menschliche Auge kann schon mit einem kurzen Blick einen Dynamikumfang von über 10.000:1, also 13-14 bit, erfassen.

Wenn man bedenkt, dass ein Motiv unter idealen Lichtverhältnissen durchaus schon mal einen Dynamikbereich von 1.000.000:1 aufweisen kann, was immerhin etwa 17 bit entspricht, dann wird schnell klar, dass die Technik in den heutigen Kameras, egal ob digital oder analog, die technischen Limits vorgibt, der Mensch aber deutlich mehr erfassen könnte. Also hat sich sich die Suche nach Möglichkeiten der Darstellung höherer Kontrastbereiche angeboten. Einerseits wird natürlich weiter an den Möglichkeiten der Technik und Sensorik gefeilt, aber die heutige HDR Fotografie basiert hauptsächlich auf Kontrasterweiterung durch die Erstellung von Belichtungsreihen und deren anschließende Verarbeitung in ein kontrastreiches HDR-Bild.

Wirklich gute HDR Aufnahmen gelingen meist nur mit ausreichender Geduld und Zeit während den Aufnahmen, der Verwendung eines stabilen Stativs und natürlich der Anwendung einer der guten Software zur Erstellung von HDR Fotos.

Da HDR mit entsprechendem Aufwand verbunden ist lohnt sich diese Zeitinvestition nicht für jedes Motiv. Bestimmte Szenen, wie z.B. bewegte Motive, lassen sich bis auf bewusste Ausnahmen auch nicht in der angestrebten Qualität umsetzen. Ergebnisse von HDR Bearbeitung können sehr beeindruckend wirken, oft sind sie aber auch so weit von der Wirklichkeit entfernt, dass sie zu künstlich wirken.

Schauen sie einfach öfters auf diesem Blog vorbei, damit ihnen die Aufnahmen gut gelingen und sie schnell mit HDR vund anderen Fototechniken vertraut werden.