Homepage oder Blog?

Die Anzahl von Websites steigt immer noch rasant, auch wenn die Zuwächse momentan wahrscheinlich nicht mehr die prozentualen Größenordnungen der letzten Jahre besitzen.

Neueinsteiger, die sich einen privaten oder gewerblichen eigenen Internetauftritt erstellen möchten, stehen immer mehr vor einer Frage, die sich noch vor Jahren kaum jemand gestellt hat – Gebe ich einem Blog den Vorrang gegenüber einer herkömmlich erstellten Homepage?

In der Tat hat sich das ehemalige Nischendasein der Online-Tagebücher in einen Boom von neuerschaffenen Blogs gemausert. Vor Jahren waren Weblogs noch eine spezielle Form, mit der sich mitteilungsbedürftige Freaks an die Welt gewandt haben, um Meinungen, Erlebnisse, Schelte, Kochrezepte mit einer winzigen Schar Gleichgesinnter zu teilen.


Allerdings war die Programmierung und Erstellung eines Blogs vor Jahren auch noch eine echte Herausforderung und man brauchte teilweise noch mehr Erfahrungen auf Gebieten wie HTML und PHP, als für Standradprogrammierungen einer einfachen Homepage.

Das hat sich aber mit der rasanten Ausbreitung von internetbasierter Serversoftware wie WORDPRESS drastisch verändert. Heute gibt es bereits die Version 2.7 einer Software, die nicht nur kostenlos ist, sondern über ihren enormen Verbreitungsgrad auch über ein breites Portfolio an Addons, Plug-ins, Themes und Community verfügt und damit auch völlig Ungeübtem im Umgang mit Webdesign und Programmierung die Möglichkeit schafft, quasi innerhalb von wenigen Minuten zu einem eigenen Webauftritt zu gelangen.

Natürlich werden Blogs die „normalen“ Websites nicht verdrängen, aber es gibt eine Reihe guter Gründe, die für die Erstellung eines Blogs sprechen:

  • Abgesehen von Provider- und Domainkosten entstehen kaum Kosten. Man kann die Erstgenannten sogar auch durch Erstellung des Blogs bei WORDPRESS.COM einsparen, wobei dabei einige Einschränkungen in Kauf genommen werden müssen.
  • Zur Bildung eines Netzwerks im Sinne von Kommunikation, Interaktion und Verlinkung bringt ein Blog ideale Voraussetzungen mit. Verschiedene Dienste und Communities sind für Blogs optimiert und gestatten eine breite Verlinkung und Vernetzung mit Gleichgesinnten.
  • Vorlagen für Blogs, die Themes, sind weitgehend nach modernsten Gesichtspunkten programmiert und bringen beste Voraussetzungen für suchmaschinenoptimierte und konforme Seiten mit. Da Blogs, vielleicht abgesehen von reinen Fotoblogs, in der Regel sehr textlastig sind, werden sie von allen interessierten Lesern, aber auch von Suchmaschinen geliebt.
  • Durch Vorhandensein kostenloser und schnell aktivierbarer Templates ( Themes) kann man sich schnell auf das Wesentliche konzentrieren – die Inhalte. Man muss sich nicht wochenlang mit Webdesign und Programmierung beschäftigen und womöglich neben Zeit auch noch viel Geld investieren.
  • Der eigene Blog kann von jedem Internet-PC von beliebigen Standorten aus gepflegt und gefüttert werden, ohne dass man zusätzliche Software installieren muss.

Ideal ist natürlich die Kombination bzw. Ergänzung mit einer Standard-Homepage oder Firmenseite. Der Blog ist die News- und Kommunikationszentrale, bei der durchaus viele Firmenmitarbeiter, Freunde oder Familienmitglieder täglich aktiv mitwirken können und die eigentliche Homepage offeriert das eigentliche Basisangebot, welches durch den Webmaster betreut und nur selten geändert wird.

2 Gedanken zu „Homepage oder Blog?“

  1. Wenn man ein wenig technisches Verständnis hat (aber das brauche ich für eine herkömmliche Homepage auch) kann die Antwort m.E. nur lauten: Blog. Man ist so viel flexibler und effizienter was die Gestaltung der Webseite angeht, und Suchmaschinen lieben Blogs durch ihren stringenten und kontinuierlichen Aufbau.

    Aber: ohne guten Inhalt wird beides nicht funktionieren.

  2. Bin auch der gleichen meinung! Somit hat man viele Möglichkeiten im Internet die eigenen Angebote viel Faehltig zu Verbreiten ….

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